Ja es ist fies, aber jeder der irgentwie unter den Schülern nicht ins Schema f passt, also in irgent einer Form als anders wahrgenommen wird, wird gemobbt, das auch bis hin zu Gewalt und sexueller Belästigung führen kann, hab ich selbst an mir erlebt
Ich bin der Meinung das die Probleme von queeren Menschen nicht mit 18 oder 27 aufhören. Es wird halt allgemein angenommen in der Community, das ältere queere Menschen bereits gefestigt sind in Ihrer Persönlichkeit. Dabei gibt es genug ältere queere Menschen die noch nicht oder immernoch nicht so richtig damit zurechtkommen. In der Gesellschaft werden oft genug queere Menschen geschnitten, übergangen und gemobbt. Dabei ist das nicht beschränkt auf queere Menschen hinsichtlich Ihrer Sexualität, sondern auch anderer Gründe was aber hier nicht Gegenstand sein soll. Mag sein das es in den Grossstädten Anlaufpunkte für Hilfe gibt, in den ländlichen Regionen sind nicht heterosexuelle Menschen genauso ausgegrenzt wie eh und je. Das einzige wo man sich Hilfe holen kann ist das Internet wo man als queerer Mensch sich einer Community anschliessen kann wenn man denn will (Ich will es zum Beispiel). Ich will damit also sagen das es gut und richtig und durchaus auch wichtig ist, das es Angebote auch für ältere queere Menschen gibt und sich das Forum queerPoint auch für diese geöffnet hat.
Liebe Grüße
Marko
Hallo… ich hatte ein ganz, ganz spätes Coming-Out. ![]()
Nach dem nun alle Kinder aus dem Haus sind und ich eine Partnerin gefunden habe die mich voll und ganz akzeptiert so wie ich bin und die mich dazu noch unterstützt, fand ich nun den Mut für mein Coming-out.
Ich wurde in früheren Beziehungen nur ausgelacht, belächelt und mit abwertenden Bemerkungen klein gehalten. „Frauenversteher“, „die Frau in Dir“, „Boahr, wie eine Tussi“ waren noch die angenehemen Dinge die ich hörte. Ich kleidete mich „der Norm“ entsprechend maskulin, verhielt mich entsprechend und gab nach außen den Familienvater. Ich funktionierte einfach und meine Kinder waren mein Halt im Leben für die ich alles gab.
Erschwerend für meinen Seelenfrieden kommt noch hinzu das ich in einer absolut toxisch-männlichen Branche arbeite. Da zieht man schnell den Kopf mal ein wenn man zufällig Gesprächen lauscht und verhält sich besser unauffälig. ![]()
Ja und nun? Nun habe ich Zeit für mich, muss privat auf keinen mehr Rücksicht nehmen, kann mich so geben wie ich mich fühle.
Darf man fragen, über welche Branche du da redest?
Ich bin in den regenerativen Energien unterwegs. Viel Testen, viel bewegen, „kämpfen“ für eine bessere Zukunft.
Daher habe ich sehr viel mit Handwerkern, Bauarbeitern, eben „richtigen“ Männern zu tun. Da lasse ich meine weibliche Seite gern mal hinterm Vorhang.
Wenn man in den Raum kommt und maskuline Gespräche nur zum Thema „Fussball und (Zitat) Titten“ zu hören bekommt… und den üblichen Hass zu aktuellen Themen… dann will man am liebsten nur noch was mit Steinen machen.
Grüße,
Steff
(btw. das mit dem antworten direkt oder Zitiren von Kommentaren muss ich noch üben!)
Um zu zitieren, markiere am einfachsten den Text, den du zitieren möchtest. Da kommt ein Tooltip (Menü am markierten Text), mit verschiedenen Optionen, zb „zitieren“. Damit wird dann sowas in das Bearbeitenfenster eingefügt:
[quote="Steff, post:25, topic:286"]
(btw. das mit dem antworten direkt oder Zitiren von Kommentaren muss ich noch üben!)
[/quote]
Das Werd ich gleich mal bei den Anleitungen ergänzen:
Brüller! DANKE!!! Ich bin begeißtert! Super danke für den Tipp.
Bist ein Schatz,
Steff
Ich selbst habe schon mit 12 gemerkt, dass ich nicht nur auf das eine Geschlecht stehe, aber wie weit meine Queerness wirklich geht, wurde mir erst mit 21 klar, als mir mein jetziger Mann darauf aufmerksam gemacht hat, dass es Transsexualität gibt. Jedoch war ich schon immer “burschikos”, wie es meine Mutter so nett nannte, als ich mich geoutet habe. Da aber das klassische Rollenbild nie eine Rolle in unserer Erziehung gespielt hat, wurde es einfach akzeptiert, dass ich eben nicht gerne Kleider trug und alles, weswegen es mir nie direkt aufgefallen ist. Es war bei mir einfach so ![]()
Kommt mir sehr vertraut vor, incl erwischt werden mit anschl. Mobbing… Ich habe mich nie geoutet, stattdessen den Fehler gemacht, mich „anzupassen“ und zu heiraten. Mehr als Flucht, denn aus echtem Bedürfnis. Nach der Scheidung (einvernehmlich und ohne das sie wußte, was ich war) habe ich meine beiden Söhne alleine groß gezogen. In der Zeit war weder Zeit noch Interesse an irgendeiner Form von Beziehung. Erst seit beide Jungs aus dem Haus sind, fühle ich, dass mir etwas (jemand) fehlt. Und hatte sozusagen mein zweites „Coming in“…
An ein großes „Coming out“ habe ich nie ernsthaft gedacht. Outen würde ich mich wohl nur meinen Söhnen gegenüber und auch dann nur, sollte ich vielleicht doch noch einen Freund finden…
lg Lonely
Willkommen im Club… ![]()
Wenn ich so die Schilderungen von Anderen höre, vor allem von der Generation meiner Eltern, bin ich echt froh, in so einem toleranten Umfeld aufgewachsen zu sein.
Als ich in die Pubertät gekommen bin, war Outing gerade zum Trendsport geworden und meine halbe Stufe identifizierte sich auf einmal als bisexuell. Natürlich haben die meisten ihr Outing nach der Findungsphase wieder zurückgerufen, aber dadurch war es halt ein leichtes, sich in der Schule zu outen.
Meine Eltern sagten seit meiner Geburt, dass für sie das Wichtigste ist, dass ich glücklich bin und ihnen das Geschlecht meines Partners komplett egal ist.
Von daher habe ich nie auch nur Bauchschmerzen gehabt, wenn ich mich bei jemandem outen wollte. Ich sage mir immer, wenn mich jemand nicht so akzeptiert, wie ich bin, will ich ihn eh nicht in meinem Leben haben.
Hallo Flo…
Das ist (war) der Fluch der „Generation §175“. Während meiner Jugend und auch noch einen großen Teil meiner Erwachsenenzeit lang, erfüllte Homosexualität unter Männern einen Straftatbestand. Bis in die 80’er Jahre des letzten Jahrhunderts wurde der „175er“ auch noch von Polizei, den Staatsanwaltschaften und Gerichten auch noch ziemlich rigoros angewendet. Ab den 80’ern wurde es ein wenig besser, zumindest was die Rechtsanwendung angeht. Nun wurde eigentlich nur noch die Prostitution ernsthaft verfolgt.
Gesellschaftlich hat sich allerding lange nichts verändert und selbst heute noch werden wir zwar offiziell toleriert, aber gerade in kleinen Ortschaften auf dem Land mußt du auch heute noch vorsichtig sein, bei wem du dich outest. Von echter Anerkennung sind wir noch immer meilenweit entfernt…
lg Lonely
…und aktuell bewegen wir uns rasant in die Vergangenheit zurück! ![]()
Leider nur zu wahr… ![]()
Da hilft nur dagegen halten, Sichtbar sein, für die gleichen Rechte kämpfen! Raus auf die Straße und laut sein !