Escapism vs realism

Was für ein Leser*innentyp seid ihr?
  • realism
  • escapism

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Kommentiert gerne, warum ihr euch einer der beiden Gruppen zuordnet.

escapism

bedeutet, dass man beim Lesen der Realität „entkommen“ und in Welten eintauchen möchte, die möglichst wenig mit der Realität gemein haben

realism

bedeutet, dass man Geschichten bevorzugt, die möglichst nah an der Realität sind, weil es sie glaubhafter macht, was es Lesern eher ermöglicht, sich in die Charaktere hineinzuversetzen und mit ihnen mitzufühlen

Ich tendiere eher zu realism, aber so genau trenne ich das gar nicht. Wenn mir eine Geschichte gefällt kann ich nicht aufhören zu lesen^^.

LG :slight_smile:

Also bisher bin ich vom Ergebnis erstaunt. Hätte das genau andersherum eingeschätzt, wie ich meine Pappenheimer kenne ^^ :astonished:

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Haha, ja, die meisten Geschichten hier sind aktuell im Bereich Escapism. :thinking: Könnte man mal ändern. Ich hab da mal was vorbereitet. :wink:

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Cool, bin gespannt :+1:

Vielleicht trägt auch zur Verwirrung bei, dass ich folgendes so einordnen würde:

Leser*in lebt in homophober Gegend

  • Geschichte, in der Realität, wo alle tolerant sind und Leser*in eine*n perfekte*n Partner*in hat → escapism
  • Fantasy-/Science-Fiction-Geschichte, die sich mit Homophobie entweder wortwörtlich (oder als Metapher) auseinandersetzt → realism

Wie würdest du es einordnen, wenn ich in einer Homo-freundlichen Gegend/Umgebung lebe?

Es geht mir eher darum, willst du, wenn du Medien konsumierst, generell eher deiner Realität/deinem Alltag entfliehen oder willst du sehen, wie andere den künstlerische einfangen und vielleicht aus einer anderen Perspektive erzählen können?

Hättest du Beispiele, welche Geschichte hier wie einzuordnen ist?

Wie würdest du Gemini und O-EVO 1570 einordnen?

Wie gesagt: Es kommt letztendlich auf deine Intention an.

O-EVO 1570 hab ich nie gelesen.

Gemini würde ich ziemlich dazwischen einordnen: Joshs Perspektive tendiert eher zu realism, Jacobs zu escapism.

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Ich habe jetzt realism angegeben, aber kann es auch nicht ganz genau sagen. Einerseits kann ich mir realism in der absoluten Reinform nicht vorstellen; wenn ich möglichst nah an der Realität sein will, dann lese ich keine fiktionale Geschichte. Escapism ist für mich also immer dabei, und die fiktiven Universen hinterlassen bei mir auch meistens einen starken Eindruck.

Andererseits freue ich mich meistens besonders über diejenigen Textpassagen, in denen eine Figur in einer mir bekannten Situation ist und ich lese, wie sie auf ihre eigene Weise damit umgeht; das würde ich unter realism einordnen. Dadurch kann ich aus der Geschichte Gedanken mitnehmen, die eben auch das reale Leben betreffen. Und ich habe wohl auch ein gewisses Misstrauen gegen Genres, in denen dieser Aspekt tendenziell im Hintergrund steht. :grimacing:

Bei Gemini überwiegt dann für mich doch der escapism, auch bei Joshs Perspektive. Heißt das jetzt, dass ich Glück in der Elternlotterie hatte? :flushed:

Also ich würde Gemini ganz klar im Escapism verorten. Auch wenn ich natürlich beim Schreiben schon darauf geachtet habe, das ganze möglichst realistisch zu halten, also das Verhalten der Charaktere, dann scheitert der Realism für mich an dem set up.

Der Anspruch von Gemini ist halt einfach nicht, eine realistische, lebensnahe Situation darzustellen, aus der der Leser jetzt etwas spezielles mitnehmen kann, sondern ganz klar eine absurde Situation, eine Erzählung, die zur Unterhaltung dient.

Hinsichtlich der Reaktionen zur Homosexualität mag Gemini eher Realism als Escapism sein, aber das ist halt nur ein Teil der Geschichte. Der geheime Wunsch nach einem Zwilling, mit dem man dann Undercover gehen kann, ist wohl kaum Realism. :wink:

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